Als sich der legendäre Led Zeppelin-Gitarrist Jimmy Page 1999 für eine Reihe von Liveshows mit der Südstaaten-Rockband The Black Crowes zusammentat, war das Ergebnis geradezu elektrisierend. »Live At The Greek« fängt diese einmalige Zusammenarbeit in voller Stärke ein. Die ikonischen Riffs und Soli von Page verschmelzen nahtlos mit der rohen Energie und dem Schwung von The Black Crowes. Das Album haucht einer Setlist voller Led Zeppelin-Klassiker und tiefgründiger Blues-Songs neues Leben ein.
Nach einem spektakulären Wohltätigkeitskonzert am 27. Juni 1999 im Londoner ´Café du Paris`, für das Jimmy Page die Black Crowes erstmals um musikalische Unterstützung gebeten hatte, und bei dem insgesamt 400 überglückliche Fans kaum ihren Augen und Ohren zu trauen wagten, bestätigten Page und The Black Crowes prompt weitere Konzertplanungen in Amerika. Nach dieser Ankündigung brachen in Übersee sämtliche Dämme. Innerhalb von nur sechs Minuten waren sämtliche Karten für die beiden ersten Konzerte im New Yorker ´Roseland` am 12. und 13. Oktober des vergangenen Jahres ausverkauft, für die unverzüglich anberaumte dritte Show im ´Roseland` gab es nach weiteren acht Minuten keine Tickets mehr. Sämtliche Konzerte erfüllten restlos die immensen Erwartungen der Rockfans. Jimmy Page und The Black Crowes präsentierten ein atemberaubend dichtes Geflecht aus Zeppelin-Songs, Black Crowes-Classics und ausgesuchten Rockstandarts. "Das Material wird natürlich ein wenig mehr in Richtung Zeppelin tendieren, dazu diverse ausgesuchte Black Crowes-Nummern und dann ein paar Coverversionen", resümiert Chris Robinson die spektakuläre Setlist der Konzerte. "Wenn man es mit Rich (Robinson), Jimmy (Page) und Audley (Freed) zu tun hat, ist es ganz einfach: Man lässt sie einfach von der Leine. Ich denke, ein paar Blues- und R&B-Nummern gehören dazu, und die Gitarristen sollen sich ruhig austoben. Als Leadsänger habe ich nichts dagegen." Speziell für den Bruder des Black Crowes Sängers, Gitarrist Rich Robinson, wurde ein Traum wahr. Jimmy Page zählt zu Robinsons großen Idolen, zu jenen Musikern, die sein Leben und sein musikalisches Ausdrucksvermögen nachhaltig beeinflusst haben.
Die Zusammenarbeit mit Page zählt schon heute zu den nachhaltigsten Eindrücken seiner ansonsten auch nicht gerade an aufregenden Ereignissen armen Musikerkarriere. "Wenn ich da oben neben Jimmy stehe, höre ich ihm nur zu … Ich höre, was er macht und denke ’Oh mein Gott, das ist der Akkord, den er in diesem Song gespielt hat’, ’das ist dieser oder jener Lick’ … es ist unglaublich", artikuliert er seine pure Begeisterung. "Ich fühle mich geehrt, aber ich will gleichzeitig von ihm lernen … ich könnte die ganze Nacht lang hier sitzen und mit ihm zusammen spielen."
Die amerikanische Presse teilt Robinsons Begeisterung uneingeschränkt. Nach den beiden Shows im ´Greek Theatre` in Los Angeles am 18. und 19. Oktober 1999, bei denen die Aufnahmen zu diesem Album auf Tonträger festgehalten wurden, schrieb die Rezensentin der ´Los Angeles Times` tief beeindruckt: "....Für das Publikum wurde ein Rock-Traum Wirklichkeit … eine sehr zurückhaltende Legende. Page lieferte zuzeiten seine bekannten Leads vom Rande des Sextetts, trieb jedoch seine Kollegen in lockerer Kameraderie an. Mit ihm neben den Gitarristen Rich Robinson und Audley Freed erreichten die Crowes die ganze Spannbreite von Zeppelins vielschichtigem, komplexem Sound und nuancierten obendrein ihre eigenen Songs elegant … Rock’n’Roll is here to stay - daran besteht kein Zweifel."
Live At The Greek, ein brillanter Mitschnitt der beiden abschließenden Shows im ´L. A. Amphitheater`, erweist sich als prall gefüllte Doppel-CD, auf der es zu einem Parforceritt durch die gemeinsame und gleichzeitig eng verzahnte Geschichte europäischer und amerikanischer Rockmusik kommt. Gegenüber der bislang im Internet gehandelten Version enthält das Package einen Bonustrack sowie einen CD Extra Part mit Live-Videobildern.