2026 Mill Town Records
noch versiegelt
Das zweite Album der bayrischen Band.
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All die Lobeshymnen, die ich vor knapp 2 Jahren auf das Debütalbum von MIDGE'S POCKET sang, klingen dieser Tage immer noch genau so kräftig, wenn nicht gar noch lauter. Die Jungs aus dem südlichen Bayern haben sich qualitativ noch verbessert, haben ihr Songwriting, ihre Ideenflut, ihre instrumentale Finesse noch verfeinert und auf die nächste Stufe gehoben.
Wer nun meint, ich schütte hier zu viel Lob für dieses sehr kompetente und schwer talentierte Rock-Quartett aus, soll sich einfach das aktuelle Album "Whooble!" anhören und versuchen, diesen herrlichen Vintage Klängen zu widerstehen. Das wird für diejenigen, die die leicht psychedelisch angehauchte Musik der späten Sechziger Jahre mögen, kaum möglich sein. Der Frühsiebziger Vibe des 2024er Albums, der gerne mit Creedence Clearwater Revival Assoziationen spielte, tritt heuer ein wenig in den Hintergrund, um einem verspielten und abenteuerlustigen Entdeckergeist für die Jahre 1967 bis 1969 platz zu machen.
MIDGE'S POCKET haben auch dieses Mal jede Menge Herzblut in ihre 11 Kompositionen fließen lassen. Fein ausgetüftelte Songs, die wie schon auf der Debüt-Lp von Bastian Schuhbeck komponiert und gemeinschaftlich ausgestaltet wurden. Nicht unmaßgeblich auch vom neuen Band-Mitglied Axel Hackner, der neben seinem kompetenten Gesang mit pfiffigen Hammond B-3 Parts, E-Piano Sounds und Mellotron Einwürfen zu glänzen weiß.
Wer die abgefahrene Musik der späten Sechziger zu schätzen weiß, wird auf "Whooble!" natürlich auch eine gewisse Nähe zu den legendären MOBY GRAPE raushören können. Die magisch übereinander geschichteten Gesänge erinnern in einigen Momenten auch an Bands wie FLEET FOXES und MONSTERS OF FOLK. Höhepunkte wie der glänzend verschwurbelte Long Track 'The Night Ibis' laden ein zu einem psychedelischen Wolkenflug nebst mitreißendem Gitarrensolo. Mein persönliches Lieblingslied 'Little Magic Pocket Trick' überzeugt mit fauchender Orgel und zupackenden Gitarren, die dem Geist der britischen ATOMIC ROOSTER nachspüren.
Man darf den Jungs aus Bayern gratulieren, denn mit "Whooble!" haben sie großartiges Album erschaffen, das ihnen hoffentlich den Erfolg beschert, den sie verdienen" (Frank Ipach. Hooked-on-music.de)